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| Wolfzeit, eine Science-Fiction Fantasie, ohne den tröstenden Umstand künstlicher Effekte, spielt draußen, in der Weite einer finsteren, bedrohlichen Landschaft, wo die Flüchtigen einer nicht näher definierten Katastrophe einen Zug erwarten, der sie an einen anderen Ort bringen soll. Nicht unbedingt in Sicherheit. |
Joan Dupont, International Herald Tribune |
Unter den zahlreichen Visionen der Apokalypse, die das Kino kennt, haben nur wenige mit der eisigen Präzision Michael Hanekes eingeschlagen (...). Oft zu unrecht unter die effektheischenden Schockkünstler eingereiht, ist Haneke in Wirklichkeit ein Humanist, der an der Unmenschlichkeit des Menschen verzweifelt. (...). Der Film vermittelt ein Gefühl dafür, welch winziges Fenster die Menschheit in der Geschichte des Universums einnimmt und wie schnell es wieder verschwinden kann. |
Scott Foundas, Variety |
Ein schmerzvoller Bericht vom post-apokalyptischen Leben nach einer nicht näher bestimmten Riesenkatastrophe... provozierend und anspruchsvoll... extremes Kino ohne Betäubungsmittel. |
Peter Bradshaw, The Guardian |
Mit ergreifendem Mut verzichtet der österreichische Filmemacher auf die Werkzeuge, die es ihm bisher ermöglicht haben, Schmerz und Gewalt, die die Substanz seines Schaffens ausmachen, zu bändigen. Die langen Fixeinstellungen, die seine Erzählweise strukturierten, lösen sich in eine lebendiger geschnittene Erzählung auf, die in der Länge der Einstellungen variiert, die Kameraperspektiven vervielfacht. Es kommt sogar vor, daß sich die Kamera bewegt. Während des gesamten Films spürt man den Regisseur, beseelt vom beinahe frenetischen Willen die Aufmerksamkeit des Zuschauers zu fesseln und seine Emotionen ins Spiel zu bringen. |
Thomas Sotinel, Le Monde |
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